Korrespondenz a-t 2/2000; 31: 22

NOCHMALS: CHIROPRAKTIK UND HWS

Erstaunlich ist die Kränkbarkeit der chirotherapeutisch tätigen Kollegen beim Thema Dissektion der hirnzuführenden Arterien und Manualtherapie. Das Beispiel im Leserbrief von Dr. HEYMANN (a-t 2000; 31: 13) zum Kraftverkehr trifft zu: "Hände weg vom Auto" ... , wenn das Autofahren nicht indiziert ist (z.B. unter Drogen oder bei Glatteis!). "Hände weg von der HWS" ... , wenn die Beschwerden nicht von den Knöchelchen, sondern vielleicht von einer (kranken) Arterie herrühren!! Wir sehen in einer neurologischen Klinik mit mehreren hundert Schlaganfallpatienten pro Jahr fünf bis zehn Dissektionen hirnzuführender Arterien, von denen einige chiropraktische Manöver "überstanden" haben ..., also gar nicht so selten.

Prof. Dr. med. W. WEINRICH (Chefarzt der Neurologischen Klinik)
Klinikum Hannover Nordstadt
D-30167 Hannover

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